FAQ

Häufig gestellte Fragen

Im Rahmen unserer Kurse und Veranstaltungen werden immer viele Fragen an uns herangetragen. Da sich die Fragen oft ähneln, haben wir uns entschlossen, sie dir hier alle zur Verfügung zu stellen.

Um schneller die Frage zu finden, die für dich interessant ist, benutze ganz einfach die Punkte-Navigation am rechten Rand der Seite.

Um ein möglichst breites Spektrum an Fragen beantworten zu können, haben wir dafür ein redaktionelles Team aus verschiedenen Fachbereichen zusammengestellt, das je nach Bedarf erweitert wird:

  • Karin Kalbantner-Wernicke,  Shiatsulehrtherapeutin, Kinder-/Baby- Physiotherapeutin
  • Thomas Wernicke, Arzt für Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren, Shonishin-Akupunkteur für Babys und Kinder
  • Angela Braun Tesch, Hebamme, Akupunkteurin
  • Dr. Steffen Fischer, Kinderarzt, Shonishin-Akupunkteur für Babys

Wenn du deine Frage hier nicht findest, kannst du uns gerne über das Kontaktformular schreiben.

Wir freuen uns von dir zu hören!

Angebote bei BabyShiatsu

Ich habe gehört, dass BabyShiatsu nicht nur was für Babys ist.
Stimmt das?

Das BabyShiatsu Programm beinhaltet mehrere Kursformate. Beginnend in der letzten Schwangerschaftsphase als Vorbereitung auf die neue aufregende Zeit bis hin zum Krabbelalter ist das Programm auf die spezifischen Bedürfnisse von Eltern und Babys ausgerichtet. Zudem gibt es spezielle themenzentrierte Kurse für Väter, Großeltern und Geschwister.

Neben den Kursen wird BabyShiatsu auch als Einzelbehandlung angeboten. Hier erhalten Eltern bei ausgewählten Themen eine fachgerechte Beratung und spezielle Unterstützungsangebote. Weitere Schwerpunkte in der Einzelbehandlung sind Bindungsunterstützung  und Entwicklungsbegleitung anzubieten.

Es ist also für jeden etwas dabei.

Was ist Kiss?

Meine Hebamme hat die Vermutung, dass mein Baby KiSS hat.
Was ist das?

Der Begriff KiSS leitet sich her von Kopfgelenk induzierte Symmetriestörung. Hierbei handelt es sich um eine Blockierung im oberen Halswirbelbereich, die meist durch den Geburtsvorgang ausgelöst wird. Neben einer einseitigen Kopflagerung mit entsprechender Abflachung der Aufliegeseite des Kopfes können auch Nerven, die sich im Blockierungsbereich befinden, durch die Blockierung irritiert werden und beim Baby bestimmte Symptome wie motorische Unruhe, Saugschwäche, ausgeprägte Schlafstörung oder exzessives Schreien u.v.m. hervorrufen.

Trinkschwäche

Mein Baby trinkt nicht so gut an der Brust.
Was könnte der Grund sein?

Diese Frage lässt sich leider auf die Schnelle nicht komplett beantworten.

Wichtig ist hier, dass zu allererst mögliche Ursachen dafür ausgeschlossen werden, insbesondere das bereits beschriebene KiSS Syndrom. Oder eventuelle Asymmetrien des Babys. Auch ist es wichtig, sich von einer Hebamme Unterstützung beim Anlegen des Babys geben zu lassen. Ebenso kann die Anspannung der Mutter eine große Rolle spielen. Tipps zur Entspannung werden wir demnächst als Film online stellen.

Aber hier kommt ein Super-Tipp, um das Baby in seinem Saugverhalten zu unterstützen. Trinkt das Baby an der rechten Brust, dann mit dem Daumen der linken Hand sanften Druck auf die Mitte der rechten Handfläche deines Kindes ausüben. Und dementsprechend umgekehrt, wenn das Baby an der anderen Brust trinkt.

Das ist ein besonderer Punkt aus der Akupunktur und dem BabyShiatsu, der das Saugen anregt, gerade bei etwas „fauleren“ Babys. Funktioniert auch, wenn ein Baby beim Saugen immer wieder eine lange Pause einlegt oder auch, wenn es zu viel Luft beim Trinken schluckt.

Gezielte Griffe fördern Babyentwicklung

Ich habe von meiner Hebamme gehört, dass es wichtig ist, das Baby nicht direkt aus der Rückenlage hochzunehmen. Stimmt das?

Das ist richtig. Nach neun Monaten Schwerelosigkeit ist das Neugeborene der Schwerkraft ausgesetzt. Nun braucht es Unterstützung. Und egal ob Eltern, Großeltern, Tante, Onkel oder Therapeut – jeder kann dazu beitragen, dem Säugling den Übergang vom Mutterleib in das ihm unbekannte Erdendasein zu erleichtern. Schon mit kleinen Handgriffen kann jeder des Babys Auseinandersetzung mit der Schwerkraft vereinfachen und so auch noch ganz „nebenbei“ die Entwicklung des Babys unterstützen. Ganz spielerisch werden dabei die Fähigkeiten des Babys eingesetzt, um es in der Entwicklung neuer Fertigkeiten zu unterstützen.

Also – bitte das Baby nur aus der Seitlage hochnehmen und das geht so:

Hochnehmen und Ablegen

1.

Lege die Hände links und rechts unter die Schulterblätter deines auf dem Rücken liegenden Babys, wobei du mit den Daumen unter dem Arm des Babys hindurch auf die Brust fasst.

2.

Drehe dein Baby langsam so auf die Seite, dass es mit dieser auf einer deiner Hände liegt. Liegt es auf seiner linken Körperseite, dann lege sein rechtes Bein über deinen rechten Unterarm. Liegt es auf der rechten Seite, dann entsprechend das linke Bein auf deinen linken Unterarm ablegen.

3.

Nun  kannst du das Baby langsam über die Seite hochnehmen. Bei diesem schrägen und langsamen Aufnehmen kann das Baby problemlos seinen Kopf selbst kontrollieren. Es muss nur genügend Zeit haben, um sich auf die Lageveränderung einstellen zu dürfen.

4.

Beim Hinlegen verfährst du umgekehrt – also das Baby schräg über die Seite auf die Unterlage legen und dann auf den Rücken drehen. Nur bei geradem, frontalen Hochnehmen und Hinlegen wird der Kopf unkontrolliert nach vorne oder hinten fallen, falls dieser nicht unterstützt wird.

Wichtig! Bitte hebe das Baby mal über seine rechte, mal über seine linke Seite hoch. Also nicht immer über dieselbe Seite, sonst besteht die Gefahr, dass das Baby eine Lieblingsseite entwickelt!

Stärken von Shōnishin

Ich habe von einer Babyakupunktur gehört, bei der nicht gestochen wird.
Wie kann ich mir das vorstellen?

Hierbei handelt es sich um Shōnishin (jap. shōni – Kind; shin – Nadel), eine in Japan anerkannte Baby- und Kinderbehandlungsmethode. Die Behandlung ist nicht-invasiv und angstfrei und wird von Kindern als sehr angenehm empfunden. Die Stärke von Shōnishin liegt in der Regulation des vegetativen Nervensystems und des Meridiansystem. Gerade in der Kinderbehandlung kommt der Regulation dieser beiden Systeme besondere Bedeutung zu, da funktionelle Störungen hauptverantwortlich für die überwältigende Mehrheit aller Störungen im Säuglings- und Kindesalter sind.

Um mehr zu erfahren, schau Dir unseren Shōnishin-Film an oder besuche die Shōnishin-Website.

Schlafdauer

Gibt es irgendwelche Angaben, wie lange Kinder schlafen sollen?

Die National Sleep Foundation in Washington hat dazu folgende Angaben herausgefunden:

Säuglinge (0 bis 3 Monate):
14 bis 17 Stunden

Babys (4 bis 11 Monate):
12 bis 15 Stunden

Kleinkinder (1 bis 2 Jahre):
11 bis 14 Stunden

Kindergartenkinder (3 bis 5 Jahre:
10 bis 13 Stunden

Interessant ist, wie sich die Angaben im Laufe weniger Jahre verändert haben. Noch vor einigen Jahren wurden wesentlich längere Schlafenszeiten angegeben.

Kissen und Schutzhelme

Unsere kleine Tochter hat gerade begonnen zu laufen. Leider fällt sie oft hin und das wie ein Baumstamm auf den Rücken. In einem Forum im Internet habe ich ein Kissen entdeckt, das aussieht wie eine kleine Biene mit Flügeln. Das tragen die Babys auf dem Rücken und wenn sie umfallen, fallen sie weich und der Kopf ist geschützt. Was haltet ihr davon?

Von einer Freundin habe ich gehört dass es weiche Baby-Schutzhelme gibt, damit sich das Baby beim Hinfallen und beim an die Tischkante stoßen nicht wehtut. Unser Kleiner fängt gerade an zu krabbeln und eckt überall an. Nun möchte ich wissen, ob es nicht besser wäre, hier Gefahren vorzubeugen und ihm einen solchen Schutzhelm aufzusetzen?

Um ganz direkt auf beide Fragen zu antworten – nicht viel.

Aus einer amerikanischen Studie stammen folgende Aussagen (mich würde interessieren, welcher Assistent, da den ganzen Tag zählen musste):

Ein typisch entwickeltes Kleinkind krabbelt die Strecke von über siebenundvierzig Fußballfeldern pro Tag und erfährt durchschnittlich siebzehn Stürze pro Stunde. Das schenkt ihm eine Menge motorischer Erfahrung, um die Welt verstehen zu lernen.

Leider wird das Krabbeln zunehmend als nicht so wichtig eingeschätzt, aber es ist sehr wichtig für Babys körperliche und geistige Entwicklung. Ein Grund dafür ist, dass das Krabbeln eine große motorische Herausforderung darstellt. Die Bewegungen eines Kleinkindes sind das Fenster in die geistige Entwicklung.

Wie sich Babys bewegen beeinflusst ihre kognitiven Funktionen. Ein neun Monate alter Säugling, der robben oder krabbeln kann, hat ein besseres Gedächtnis als die gleichen Alters-Pendants, die sich noch nicht auf eigene Faust vom Platz wegbewegen.

Das zeigt, dass wir unseren Kindern gewisse Entwicklungsschritte nicht abnehmen sollten. Vielmehr sollten wir als Eltern den kleinen Weltentdeckern zur Seite stehen, ihm Mut machen und immer wieder zu neuen Erfahrungen anregen.

Also bitte – nicht versuchen, die Kleinen in Watte zu packen! So funktioniert Entwicklung zur Selbstwirksamkeit nicht!

Sitzen

Leon ist jetzt knapp 6 Monate alt und hat keine Lust mehr flach im Kinderwagen zu liegen. Meine Freundin meint, ich kann ihn ruhig schon hinsetzen, damit er mehr sieht. Stimmt das?

Besser nicht. Solange Leon noch nicht alleine sitzen kann, ist es für die Entwicklung der Wirbelsäule gesünder, wenn er nicht hingesetzt wird. Das gilt auch für den Hochstuhl. Seine Rumpfmuskulatur ist noch nicht dafür bereit und dadurch wird seine Wirbelsäule gestaucht und kann sogar spätere Verformungen begünstigen.

Probier doch mal, ihm im Wagen die Bauchlage mit Blick auf dich anzubieten. Da kann er seine Muskeln trainieren und erfährt noch einen neuen Blickwinkel. Ansonsten, wenn dein Rücken es zulässt, nimm ihn zwischendurch in ein gut gebundenes Tragetuch.

Antibiotikum

Stimmt es, dass die Gabe von Antibiotikum im ersten Lebensjahr Auswirkungen auf spätere Allergien hat?

Tatsächlich wurde in einer amerikanischen Studie mit mehr als 500 000 Kindern beobachtet, dass bei Kindern, die im ersten Lebensjahr mit Antibiotikum behandelt wurden die Wahrscheinlichkeit später an einer Nahrungsmittelallergie zu erkranken wesentlich höher war als bei Kindern, die nicht behandelt waren.

Die Forscher vermuten, dass durch Antibiotika die noch nicht voll ausgereifte Darmwand beeinträchtigt wird und dadurch allergische Reaktionen auf Grund von Nahrungsmitteln begünstigt wird.

(Journal of Allergy and Clinical Immunology: In Practice)

Erkältungen

Immer wieder werden wir gefragt, wie Babys und kleine Kinder auf natürliche Weise bei Erkältung unterstützt werden können.

Nun ist es mir gelungen, die Kräuter-und Aroma Expertin Ingrid Kleindienst-John als Fachfrau zu gewinnen, die solche Fragen beantworten kann. Ihr Buch zu dem Thema „SOS Hustenzwerg“ kann ich nur empfehlen. Hier ihre Antwort:

Mein Tipp bei Erkältungen (Babys von 0 – 4 Monate):

Bei einer starken Erkältung Ihres kleinen Lieblings ist es für die kleine Schnupfennase eine wirklich große Erleichterung, wenn Sie in Ihre Duftlampe bzw. einen Diffuser zwei Tropfen Rosenholzöl (alternativ ist auch Ho-Blatt oder Ho-Holz möglich) geben, dazu einen Tropfen Mandarine rot (alternativ Blutorange oder Orange süß).

Sollten Sie keine Duftlampe (oder Diffuser) besitzen – kein Problem! Geben Sie einfach diese Mischung auf eine feuchte Stoffwindel (oder ein Stofftaschentuch) und hängen das Tuch in der Nähe des Kinderbettchens auf.

Achten Sie bitte darauf, dass weder Diffuser noch Duftlampe direkt neben dem Kinderbettchen aufgestellt wird.

Kommen Sie gesund durch den Spätwinter!