Praktisches Wissen

für starke Babys

Photo by Filip Mroz on Unsplash

6 Glücksgriffe für Ihr Baby

Gerade der Alltag mit einem Baby stellt immer wieder besondere Herausforderungen an die jungen Eltern. Trotz allen Bemühungen schläft der Nachwuchs nicht ein, oder Blähungen und Verdauungsprobleme plagen das Kleine. Da sich ein Baby noch nicht anders ausdrücken kann, zeigt es sein Unwohlsein meist mit heftigem Schreien. Hier können die Glücksgriffe aus dem BabyShiatsu Unterstützung anbieten. Denn gerade bei Befindlich-keitsstörungen kann diese Behandlungsmethode eine echte Hilfe sein. Oft genügen kleine Anregungen, um den Prozess einer Selbstregulation in Gang zu setzen – etwa wenn das Baby nicht gut schläft, unruhig ist oder Bauchweh hat.

BabyShiatsu vereint das Wissen und die Erfahrung zweier Welten – einerseits die Tradition Japans mit ihrer jahrhundertealten Erfahrung, andererseits die heute allgemein anerkannten westlichen Entwicklungs- und Bindungstheorien. Damit liegt BabyShiatsu ein ausführliches Konzept zugrunde, das neue Blickwinkel auf kindliche Entwicklung ermöglicht.

Das Praktische: BabyShiatsu wird – anders als in der Babymassage – ohne Öl, am leicht bekleideten Körper angewendet. Deshalb kann es überall und ohne Aufwand eingesetzt werden.  

Glücksgriff Nr. 1

Schlaf gut

  • Fördert das Einschlafen
  • Sorgt für ruhige Nächte

Legen Sie Ihr Kind vor sich auf den Rücken und halten Sie mit Ihrem Daumen und Zeigefinger mit leichtem Druck die Bereiche seitlich neben der Nasenwurzel. Mit der anderen Hand reiben Sie sanft den Bauch Ihres Kindes im Uhrzeigersinn.

Sollte Ihr Kind die beiden Punkte neben der Nasenwurzel nicht mögen, dann legen Sie Ihren Daumen mittig auf die Stirn. Meist dauert es nicht lange und die Augen fallen zu.

Glücksgriff Nr. 2

Ganz ausgeglichen

  • Fördert die Ausgeglichenheit
  • Hilft zur Ruhe zu kommen
  • Unterstützt das Saugen

Legen Sie Ihre Daumen in die Mitte der Handfläche Ihres Kindes. Zirkeln Sie nun mit sanftem Druck diesen Punkt. Er trägt den schönen Namen „Palast der Nervosität“. Versuchen Sie auch mal während des Stillens diesen Punkt zu stimulieren, das machen Sie dann mit Ihrer freien Hand, während Sie das Baby im Arm halten. Das unterstützt das Saugen.

Glücksgriff Nr. 3

Zur Ruhe kommen

  • Hilft nach einem aufregenden Tag zur Ruhe zu kommen
  • Reguliert Spannungen im Körper

Üben Sie leichten Druck in die Vertiefung in der Mitte beider Fußsohlen aus und halten diesen für einige Atemzüge. Dieser Punkt trägt den schönen Namen sprudelnder Quell. Er ist besonders hilfreich, wenn Ihr Baby tagsüber viele Eindrücke zu verarbeiten hatte und obwohl es völlig übermüdet ist, nicht zur Ruhe findet. Eine Mutter hat diesen Punkt umgetauft in „Himmlische Ruhe“.

Glücksgriff Nr. 4

Verdauung anregen

  • Regt sanft die Verdauung an
  • Hilft bei Blähungen
  • Schenkt Ausgeglichenheit

Legen Sie Ihre Daumen seitlich etwa ein Fingerbreit unterhalb die Knie Ihres Babys. Der Punkt trägt den Namen „Göttliche Gleichmut“. Halten Sie diesen für einige Atemzüge und folgen Sie den Strampelbewegungen Ihres Kindes. Meist lösen sich prompt und gut hörbar Blähungen.

Glücksgriff Nr. 5

Luft raus

  • löst Blähungen
  • wirkt beruhigend

Drehen Sie Ihr Kind in die Seitlage und stabilisieren Sie mit einer Hand diese Position. Mit der anderen Hand klopfen Sie mit 3 Fingern sowohl rechts wie links neben der Wirbelsäule sanft von oben nach unten. Viele Babys fordern hier immer Wiederholungen ein, weil sie diese Technik lieben.

Glücksgriff Nr. 6

Verdauung unterstützen

  • Unterstützt die Verdauung
  • Löst Blähungen

Führen Sie das Händchen Ihres Kindes zum Mund und lassen sie es an dem Bereich zwischen Daumen und Zeigefinger nuckeln. Dieser Punkt stimuliert die Verdauung. Japanische Großmütter haben ihren Enkelkindern meist so ab der 6. Woche diesen Punkt angeboten. Und sind der Meinung, dass Babys die an diesem Punkt nuckeln, gar nicht erst Verdauungsprobleme bekommen.

+ Mehr anzeigen

Gezielte Griffe fördern Babyentwicklung

Ich habe von meiner Hebamme gehört, dass es wichtig ist, das Baby nicht direkt aus der Rückenlage hochzunehmen. Stimmt das?

Das ist richtig. Nach neun Monaten Schwerelosigkeit ist das Neugeborene der Schwerkraft ausgesetzt. Nun braucht es Unterstützung. Und egal ob Eltern, Großeltern, Tante, Onkel oder Therapeut – jeder kann dazu beitragen, dem Säugling den Übergang vom Mutterleib in das ihm unbekannte Erdendasein zu erleichtern. Schon mit kleinen Handgriffen kann jeder des Babys Auseinandersetzung mit der Schwerkraft vereinfachen und so auch noch ganz „nebenbei“ die Entwicklung des Babys unterstützen. Ganz spielerisch werden dabei die Fähigkeiten des Babys eingesetzt, um es in der Entwicklung neuer Fertigkeiten zu unterstützen.

Also – bitte das Baby nur aus der Seitlage hochnehmen und das geht so:

1.

Lege die Hände links und rechts unter die Schulterblätter deines auf dem Rücken liegenden Babys, wobei du mit den Daumen unter dem Arm des Babys hindurch auf die Brust fasst.

2.

Drehe dein Baby langsam so auf die Seite, dass es mit dieser auf einer deiner Hände liegt. Liegt es auf seiner linken Körperseite, dann lege sein rechtes Bein über deinen rechten Unterarm. Liegt es auf der rechten Seite, dann entsprechend das linke Bein auf deinen linken Unterarm ablegen.

3.

Nun  kannst du das Baby langsam über die Seite hochnehmen. Bei diesem schrägen und langsamen Aufnehmen kann das Baby problemlos seinen Kopf selbst kontrollieren. Es muss nur genügend Zeit haben, um sich auf die Lageveränderung einstellen zu dürfen.

4.

Beim Hinlegen verfährst du umgekehrt – also das Baby schräg über die Seite auf die Unterlage legen und dann auf den Rücken drehen. Nur bei geradem, frontalen Hochnehmen und Hinlegen wird der Kopf unkontrolliert nach vorne oder hinten fallen, falls dieser nicht unterstützt wird.

Wichtig! Bitte hebe das Baby mal über seine rechte, mal über seine linke Seite hoch. Also nicht immer über dieselbe Seite, sonst besteht die Gefahr, dass das Baby eine Lieblingsseite entwickelt!

+ Mehr anzeigen

Windelausschlag

Dieser Experten-Tipp für eine Creme gegen Windelausschlag stammt von der Hebamme Michiko Sugata Carty vom Aquariel kyoto/アクエリエル京都:

  • 5g Bienenwachs
  • 15ml Jojoba Öl
  • 1 desinfizierter Glascontainer

Fülle das Bienenwachs in den Glasbehälter und koche diesen in einem heißem Wasserbad. Das Wachs schmilzt ab 60 Grad. Wenn es geschmolzen ist, füge das Jojoba Öl hinzu und mische alles bis es geschmolzen ist. Nimm es aus dem Wasserbad und rühre es bis es abgekühlt ist.

Die Creme verhindert weitere Irritationen und hilft der Wundheilung.